Samstag, 19. September 2015

Im Dornröschenschlaf...

....befinden sich so manche Gebäude, aber vorigen Samstag konnten sie kurz erwachen, denn hier war "Tag des offenen Denkmals".
Es öffnen sich also Türen, die einem sonst verschlossen bleiben.
Am beindruckensten war für mich das "Wasserschloss Tauchitz". Mein Herz schlug schneller als ich diese Patina an den Wänden sah....der Stuck an der Decke....der Kamin....ich würde sofort einziehen.
Wir sind nahe beim Berzdorfer See öfter mal auf einen Spaziergang unterwegs und dieses Gebäude hat mich schon immer fasziniert. Genutzt wurde es nach 1945 als Schule, ab 1960 wurde es für Wohnzwecke genutzt. 1987 dann der Leerstand. Kommt mal mit mir rein.




Für meinen Jüngsten war es wichtig zu sehen, wie denn der Weihnachtsmann durch so einen Kamin passt. Er stellte fest: "hier durch diesen passt er ganz sicher!"
Zuuuu blöd, dass wir nicht so einen Kamin haben, dann könnte er öfter vorbei schauen ;-)


Deckenmalerei und Stuck....






























 
Die Fenster sind mit Spinnweben verhangen, aber Spinnweben sind kein Problem, ich habe keine Angst vor diesen Gesellen. 

Ein Platz am Fenster....Blick auf den See.  


von Außen... 




Abschließend: ein schöner Ort zum Verweilen.  

Dieser Tag im September ist ganz groß im Kalender angestrichen und 2014 habe ich schon mal davon berichtet, wer will kann hier schauen: http://stineszuhause.blogspot.de/2014/10/hier-ist-die-zeit-stehen-geblieben.html
  
Nicht weniger beeindruckend ist das Kaufhaus. In diesem war ich vor paar Jahren noch shoppen und nun steht es schon eine Weile leer. Es wird aber wieder als Kaufhaus genutzt werden, Bauarbeiten laufen. 
Es ist schon klasse, wenn man dieses Gebäude wieder jeden Tag nutzen kann, aber die Schönheit wird einem bewusst, wenn es leer steht und nicht abgelenkt wird. 
Hollywood hat hier Szenen für den Film "Grand Budapest Hotel" gedreht. Vielleicht hat der eine oder andere diesen Film ja gesehen. Es gibt unterschiedliche Meinung über den Film. Ich persönlich finde ihn klasse.
In diesem Beitrag habe ich schon mal über ein Erlebnis bei den Dreharbeiten zum Film geschrieben:
http://stineszuhause.blogspot.de/2014/08/mein-buchtipp-nr-3-die-bucherdiebin.html








Wir haben uns noch zu anderen Gebäuden auf den Weg gemacht, aber diese beiden Eindrücke sind mir nachhaltig in Erinnerung geblieben und wollte sie euch nicht vorenthalten. 
Habt ein schönes Wochenende - Stine -


Samstag, 12. September 2015

herbstverliebt



....wie schon so oft geschrieben, ist mir der Herbst die liebste Jahreszeit neben dem Frühling. Dieses Jahr nun kam der Herbst nach einer Hitzewelle so plötzlich, dass selbst ich mir lieber einen ruhigeren Übergang gewünscht hätte. Ich freue mich, dass die Hitze vorbei ist, aber sooo frisch musste es nicht gleich werden. Zu gern sitze ich abends noch lange draußen, auch wenn ich mir eine Jacke drüber ziehen und später dann sogar noch eine Decke um die Beine legen muss….

Da wir zum Glück die Natur mit ihren Eigenheiten nicht wirklich beeinflussen können, nehme ich es so wie es kommt und habe mit der Herbstdeko angefangen. Überall auf euren Blogs herbstelt es und ich habe mich eigentlich strikt geweigert schon Anfang September damit anzufangen. Da es aber nicht hell werden will und das Wetter nicht wirklich zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt, habe ich nun doch schon etwas mit der Herbstdeko angefangen.

Schuld sind eigentlich die "Baby Boos"....Da ich schon die letzten Jahre über vergeblich nach diesen kleinen, weißen Kürbissen gesucht habe, habe ich dieses Jahr beschlossen, sie online zu kaufen. Jaaaa, tatsächlich habe ich mir Baby Boos im Internet bestellt. Ohne Erfolg habe ich hier nach einem Händler gesucht, der diese kleinen, begehrten, weißen Dingerchen anbietet. Also online, bevor alle weg sind. Dieses Jahr sollten sie aber auch mein Heim schmücken. Endlich!!!
Ich hatte mir vorher überlegt wie ich sie nett aussehen lasse und als sie dann so schnell zu mir kamen im Paket vor mir lagen und mir die weiße Farbe direkt nach dem Öffnen des Pakets entgegensprang, waren alle Ideen verflogen. Sowas aber auch. 
Nun gut, das Herbstwetter war grau und nach Feierabend gab es kaum natürliches Licht zum Fotografieren (Kunstlicht oder Blitzlichtgewitter mag ich nicht so sehr für Fotos), so habe ich mich in Geduld geübt und auf etwas Sonnenschein gewartet...aber da Geduld nicht meins ist, habe ich nun doch Fotos gemacht, denn Freitag heißt es:  "ab Eins macht jeder seins." Also habe ich gestern pünktlich Feierabend gemacht und bin ab nach Hause und habe die Kamera startklar gemacht.
Richtig doll war das Licht nicht, aber die Fotos von der Terrasse sind schon okay...die von der Drinnendeko halt etwas dunkler. 

Es sind ein paar mehr Fotos geworden, also nehmt euch etwas Zeit.....




ein Herbstkranz ist entstanden






















wenn ein Fenster nicht reicht, dann noch ein zweites, kleineres und meine Werkzeugkiste






















Ich hatte euch doch letztens geschrieben, dass ich auf einem Flohmarkt eine große Schütte für meine Waage ergattert habe, schon lange war ich auf der Suche nach so einer großen....hier mal endlich ein Foto. Die ist ordentlich groß und Massen von Äpfel oder Kartoffeln können darin gelagert werden. 
Ich kann mich noch erinnern wie ich es als Kind gemocht habe, wenn auf dem Markt die abgewogenen Dinge aus dieser Schütte direkt in einen Beutel geschüttet wurden. 


Alte Waagen liebe ich und so kann es nicht anders sein, dass es bei mir eben nicht nur eine gibt. Immer wieder werden sie umdekoriert. Diese hier benutzt mein jüngstes Kind sehr oft zum Spielen, wunderbar kan man damit versuchen das Gleichgewicht zu finden...gar nicht so einfach.


























Von der Küche nun ins Wohnzimmer:








Nun ist aber genug mit der weißen Kürbispracht. Ein Foto gibt es noch und zwar ein lecker farbiges! Wir haben im Frühjahr einen kleinen Himbeerbusch gekauft und hätten nie gedacht, dass er schon im ersten Jahr Früchte tragen wird. Klein ist er immer noch, aber dafür hält er nun eine beachtliche Menge an Früchten bereit. Ob sie süß sind??? Heute dürfen sich die Kinder eine mopsen. Gestern habe ich es schlicht weg vergessen.


Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Start in das Wochenende. Schön, dass ihr da seid. Na, seid ihr auch Booverliebt?

- Stine -

Freitag, 4. September 2015

Eine Wand...

...aus Nebel lag vorigen Samstagmorgen vor dem Fenster. Überall Ruhe, nur mein Jüngster und ich waren wach.
Toll dachte ich und sind bereits kurz nach 6 auf eine kleine Morgenrunde durch den Nebel. Es ist faszinierend diese "Wand" vor sich zu sehen und je näher man kommt, so entfernt sie sich doch wieder, ist aber immer da und gibt neue Blickwinkel frei. Als würde sie sich für den Durchgehenden öffnen und wieder schließen und man ist wie eingeschlossen inmitten von weißem Dunst. Eigentlich kennt man den Weg in- und auswendig und trotzdem läuft man ein wenig gebremst, weil sich etwas anderes als sonst dahinter verbergen könnte.
Es ist eine leicht zu durchbrechende Mauer und ein wenig mystisch ist es schon. Diese Stimmungen der Natur liebe ich sehr. Ich liebe es, wenn die Natur sich dieses Gewand überstreift und nach ein paar Stunden, wenn der Schleier gefallen, bleibt für "Langschläfer" gar nicht viel davon über.



Ende August

Im Nebel
"Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein."

Hermann Hesse

Diese Gedicht lässt mich nachdenken....ein wenig wehmütig, aber besagt es doch so viel Wahres, was man nicht kürzer in Worte fassen kann. Deshalb geht es weiter mit Fotos. Erinnerungen an den Frühling....die Natur im Wandel der Jahreszeiten....


im April



Trotz Nebel gibt es einiges zu entdecken.

Diese Schnecke am Wegesrand zum Beispiel.








 

Diese Bank hinter dem Friedhof ist oft unsere "Pausenbank", aber nicht an diesem Morgen.
Wir sind einfach weiter auf den Friedhof, eine tolle Stimmung war zu spüren und wir haben es wirklich genossen.




Mein Kurzer immer vorneweg im Eilzugtempo....irgendwann muss man doch den Nebel greifen können.

Das Feld hinter dem Friedhof völlig eingeschlossen. Eine Grashalm ist nur aus nächster Nähe sichtbar.


 
 
Spinnennetze sind faszinierend.



Nach diesem Spaziergang waren unsere Haare klatschnass. Meine hingen in Strähnen runter, aber bei ihm schlugen die Haare Wellen wie das Meer. 


Ein total schöner, kleiner Ausflug wie er uns beiden Freude bereitet hat und der Tag hätte nicht schöner beginnen können. Vor allem kam nach dem Nebel die Sonne und breitete ihre Strahlen aus.

Ich verabschiede für heute, wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende.....aber einen habe ich noch:


Kindermund:

Mein jüngster Spross stellte schon nach seinem erst dritten Schultag fest: "Mama, ich glaube Schule ist nicht mein Ding."

(wenn das noch die weiteren 10 Jahre so bleibt, dann steht mir einiges bevor) 

Donnerstag, 27. August 2015

Berührung des Spätsommers

als ich heute Morgen, nachdem es die letzten Tage geregnet hatte, die Sonne aufgehen sah, war klar:
Ich muss, nachdem ich meinen Schulanfänger gut in der Schule abgegeben habe, etwas für meine Seele tun. Die Kamera eingepackt und einen kleinen Umweg nach Hause gemacht.
Stellt euch vor, mir ist der Spätsommer begegnet und hat mich sanft geküsst und ich empfand es als sehr angenehm. 
Natürlich wünsche ich mir noch ein paar richtige Sonnentage um den Akku voll aufzuladen, jedoch sind der Herbst und auch der Frühling meine liebsten Jahrezeiten. Ich mag generell den Übergang in jede neue Jahreszeit. Dort zeigt sich am deutlichsten der Wandel der Natur. Sei es der Frühling, der den Herbst ablöst und uns mit Schneeglöckchen erfreut und man schon fast Frühlingsluft schnuppern kann. Wenn dann das Tauwetter einsetzt und die Sonne wärmere Strahlen fürs Gemüt sendet.

Wenn dann der Sommer mit seiner Farbenpracht den Frühling zurück lässt und man sich freut luftiger gekleidet und mit nackten Füßen über die Wiese zu laufen.....und man nur noch denkt: "Pack die Badehose ein....", dann ist es meist Zeit für Urlaub und Erholung.
Nachdem der Sommer seine Farbenpracht der Blüten aufgibt, kommt der Herbst meist mit recht großen Schritten, die er in einer wiederum anderen Farbenpracht (in den Baumkronen) zeigt. 
Die "Unruhe" der Farben, welche nun am Boden liegend auf einen kräftigen Windstoß warten um ihren Tanz zu beginnen, werden schon bald von einer ersten sanften, weißen Schicht Schnee bedeckt. Ich freue mich an einem solchen Morgen wie ein kleines Kind und fange das Glitzern ganz bewusst ein und schaue oft auf meine entstandenen Schuhabdrücke zurück.
Genau diese Anfänge der vier Jahrezeiten liebe ich besonders und sauge förmlich ihre Besonderheit auf um mich daran zu erinnern, wenn z. Bsp. die dünne Schneeschicht in Schneeberge verwandelt sind und man schwitzend durch den Schnee zur Arbeit läuft. Wenn die Sonne nicht mehr wärmend strahlt, sondern erbittlich heiß mich scheinbar zu Boden drückt.


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Als ich nun heute früh die prallen Holunderbeeren sah, wusste ich, der Herbst hat sich schon längst auf den Weg gemacht. Die Natur erstrahlt in einem anderen Licht und ich habe versucht meine Eindrücke für euch im Foto festzuhalten.














Hier war wohl schon die Goldmarie und hat die Äpfel aufgelesen.





Mit dem nun letzten Foto für heute verabschiede ich mich und wünsche euch schon mal einen guten Start in das nahende Wochenende.


Stine