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Freitag, 15. August 2014

Mein Buchtipp Nr. 3 "Die Bücherdiebin"

Meine dritte Buchvorstellung ist es heut und ich lade euch ein, mir in Wort und Bild zu folgen.

Diese Buchvorstellung sende ich an Nicole http://www.niwibo.blogspot.de/ zu ihrer Aktion "Buch des Monats". Schaut doch mal rein, vielleicht gibts dort ein neues Buch für euch zu entdecken.


Name: "Die Bücherdiebin"
Autor: Markus Zusak
Seiten: 588



Inhaltsangabe:

Handlungsort ist Deutschland vor und während des zweiten Weltkriegs. Die Geschichte handelt von der 9jährigen Liesel. Sie ist auf dem Weg zu Pflegeeltern als ihr Bruder vom Tod geholt wird. Bei der Beerdigung fällt dem Totengräber ein Buch aus der Tasche……das ist ihr erstes Buch und ihr größter Schatz, obwohl sie Lesen nie gelernt hatte. Sie weiß also gar nicht was sie da für ein Buch mitgenommen hat.
Ihr neues Zuhause wird die Himmelstraße in Molching. Rosa Hubermann, ihre Pflegemutter, hat einen rauen Umgangston, aber das ist mehr Fassade. Zu ihrem Pflegevater, Hans Hubermann, hat sie ein ganz besonderes Verhältnis. Er ist ein sehr einfülsamer, sanfter und sehr liebevoller Mensch. Er ist für Liesel da, wenn sie nachts von Alpträumen geplagt aufwacht und mit ihr zur Ablenkung Leseübungen durchführt, die zu einem festen Ritual werden. So entdeckt sie ihre Liebe zu Buchstaben und Büchern.
Weitere wichtige Menschen in Liesels Leben sind: 
Der Nachbarsjunge Rudi. Ein Junge mit unstillbarem Hunger. Er ist sehr sportlich und ein guter Zuhörer.
Der Jude Max: Er steht eines Tages vor Hubermanns Tür. Ein "Versteckspiel" beginnt.
Die Frau des Bürgermeisters: Sie besitzt unglaublich viele Bücher,  welche sie sich bereitwillig von Liesel stehlen lässt. 
Es wäre ein tolles Leben, wäre nicht Krieg.
Der Tod erzählt von seinen "Beutezügen", jedoch sind diese Erzählungen nicht eiskalt und grausam, vielmehr einfühlsam und mit Interesse an den Menschen.

In dem Buch geht es unter anderem um einen Kuss, den sich Rudi von Liesel wünscht.....ob er ihn bekommen wird?







Meine Meinung:

Die Erzählweise lässt einen schmunzeln und weinen. Ich habe das Buch fast nur zur Seite gelegt als Tränen mich nicht mehr weiterlesen lassen haben. Durch die hervorragende Erzählweise des Todes ist es gelungen, trotz ernsten Themas keinen düsteren Eindruck zu hinterlassen. Ein guter Mix aus allem. Für mich aber sicher eins der emotionalsten Bücher die ich je gelesen habe. Als erwachsener Leser hat man nicht das Gefühl ein Jugendbuch zu lesen.

Ich bin zu dem Buch gekommen, weil Szenen des Films in Görlitz, wo ich wohne, gedreht wurden.
Wenn ich mich an die Drehtage erinnere, läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken. In Erinnerung bleibt mir die Szene der  Bücherverbrennung. Alles wurde vorher hermetisch abgesichert, demzuvolge hat man nicht viel gesehen, aber gehört! Wer den Film gesehen hat, weiß sicher welche Szene ich meine. Ich habe den Film übrigens noch nicht gesehen.










Ich schicke euch liebe Grüße zu  - Stine -


Apropos Film.
Görlitz ist ja nun mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil sehr viele Filmausschnitte für bekannte Filme hier gedreht wurden/werden.
Unter anderem der Film von Wes Anderson „Grand Budapest Hotel. Zu diesem Film habe ich eine kleine Geschichte für euch.
Es war wiedermal soweit, Filmausschnitte wurden aufgenommen. Da ich mitten in der wunderschönen Altstadt von Görlitz arbeite, sitze ich sozusagen genau richtig. Tagelang ach was, wochenlang konnte man die Szenen fast hautnah miterleben und sah auch so manchen Schauspieler und natürlich Wes Anderson durch die Gegend spazieren. Besonders war aber ein Tag. Wir sitzen im Büro als auf einmal die Tür aufgeht und eine Mitarbeiterin des Films nach einem bestimmten Fenster fragte und wissen wolle hinter welcher Tür es zu finden sei. Jetzt war alles wie im Zeitraffer. Wir begriffen: nur zwei Türen weiter wird etwas vor sich gehen, aber wann oder wie wo was, das wussten wir nicht. Dann hieß es mit  Jeff Goldblum würde hier eine Szene gedreht werden. Uns hielt es nicht mehr auf den Sitzen, die Mittagspause wurde im Büro verbracht, bloß gut, dass es Mittag war! Ein perfektes Timing. Jetzt waren wir im Filmfieber, gingen in das gegenüberliegende Büro und hatten damit den besten Schauplatz den man sich vorstellen konnte. Wir sahen Jeff Goldblum, der wie aus dem nichts erschien, bei seiner Arbeit zu. Jetzt fragten wir uns alle, können wir um ein Autogramm bitten??? Und was soll ich euch sagen, wir haben uns alle nicht getraut. Er hätte es bestimmt getan. So schnell wie er da war, war er auch schon wieder weg, wir hätten schneller sein müssen, aber wenn man sich nicht traut………
Gesehen habe ich auch diesen Film noch nicht, er scheidet wohl mal wieder die Geister, aber die Szene um die es geht ist folgende:
Eine Katze wird aus dem Fenster geschmissen und er schaut ihr nach. Im Film muss es aussehen als ob es in einem großen Gebäude weit oben wäre, dabei sind unsere Büros im Hochparterre. Irre wie die mogeln ;-) Auch mit Schnee wird gemogelt. Wetterbedingt konnte kein Schnee fallen, es war ein zu eisiger Wintertag. Mir taten die Frauen in ihren dünnen Strumpfhosen richtig leid. Auf einmal jedoch sahen wir Schnee. Schnee???? Äääh. Na klar war das auch gemogelt.
Ich hätte mich gefreut wenn ich den Schauspieler Adrien Brody gesehen hätte. Aber er ist mir leider nicht über den Weg gelaufen.