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Dienstag, 10. November 2015

erste vegane Waffeln, Tee, Schäfe und Unschärfe

Ein komischer Name für einen Post-Titel. Er umfasst aber dann doch mein ganzes Bildmaterial von heute.



Waffeln:
Tatsächlich habe ich meine ersten veganen Waffeln gebacken. Meine Tochter ist seit einiger Zeit stark an dieser Ernährungsform interessiert und probiert hier und da gern mal was aus und ich gehe zu ihr in die  Kochschule. Ich habe mich damit in der Vergangenheit nicht wirklich auseinandergesetzt und war eher skeptisch. Bisher hat sie schon einiges in der Küche gezaubert und entführt mich somit in neue Geschmackswelten. Gar nicht schlecht, so mein Resultat. Am besten finde ich natürlich wenn sie später zur Schule muss und früh Zeit hat um sich allein in der Küche auszutoben. Auf dem Weg zur Schule macht sie dann mal einen kurzen Abstecher zu mir auf Arbeit und bringt mir eine Probe vorbei, bin ich doch zur Zeit ihr stärkster Kritiker. Mal eine Scheibe Brot mit Aufstrich, mal Waffeln....alles frisch zubereitet und in kleinen Happen verpackt. Herrlich. So denke ich beim Verzehr der Kostproben an sie und hoffe, dass in der Schule alles gut ist.




Die Quarkwaffeln mache ich gern, sie sind quarkweich und mit Puderzucker einfach lecker.

Das ist nun das Rezept von meiner Tocher, vielleicht probiert ihr euch auch mal daran. Der Kokosgeschmack kommt gut durch, nicht nur weil es als Zutat dient, sondern auch weil das Waffeleisen damit eingeschmiert wird. Wer Kokos mag, kommt ganz sicher auf seine geschmacklichen Kosten.





Tee:
Tee wird bei uns in der kühleren Jahreszeit wieder vermehrt genossen und so war es auch diesen Sonntag. Nach einem Herbstspaziergang gibt es doch wirklich nichts besseres als heißen Tee (auch wen ich ein Lauwarmtrinker bin). An Sorten mangelt es ja nicht, ich mag gern fruchtigen Tee.




Schärfe und Unschärfe:
Die Zeit bis der Tee für mich genug ausgekühlt ist, habe ich genutzt um Fotos zu machen und so bin ich schon bei der Schärfe und Unschärfe. Die Kamera so gut wie möglich nicht bewegt (zu faul um das Stativ aufzubauen) um einmal Scharf und einmal Unschaf zu fotografieren, je nachdem wohin man den Blick richten möchte. Eine interessante Sache.






















Ein Blick durch den Henkel der Teekanne zu den Zapfen bzw. der Blick nur zum Porzellan.






















Das gleiche Bild, nur halt meinen eigenen Blickwinkel auf die Dinge anders gerichtet.


Meine Sinne scheinen sich gerade auch zu schärfen, bezüglich Deko. Gerade scheint bei mir "weniger ist mehr" ganz hoch im Kurs zu stehen....
So komme ich gerade mit wirklich sehr reduzierter Deko aus, was ungewöhnlich für mich ist, aber es macht den Blick frei und weit. Ich habe sehr viel weggeräumt und aussortiert. Unterschlupf ist die Garage :-( Sie ist jetzt voll mit Zeugs, was ich sehr liebe, aber gerade nicht sehen und von dem ich mich auch nicht trennen mag.
So steht gerade einfach ein Topf Alpenveilchen auf dem Tisch...wobei der Tisch bei uns eigentlich fast immer dekofrei ist, damit wir ihn auch für die Mahlzeiten benutzen können, ohne lange hin und her zu räumen. Die rostigen Schlüssel mussten dann aber doch da liegen, passten einfach zu schön zum Übertopf.



Vielleicht ist das Reduzierte der Übergang zur Weihnachtsdeko. "Die Ruhe vor dem Sturm"? Meist unwillig fange ich mit der Adventsdeko an, steigere mich und wenn alles dann seinen Platz gefunden hat, wird es mir auch schon zu viel, so dass spätestens Silvester alles wieder verstaut ist. Diese neu gewonnene Freiheit fürs Auge mag ich sehr. Nun aber genug mit Weihnachten, ein bissel Zeit ist ja noch und die Temperaturen lassen mich auch noch gar nicht daran denken. 




Ich werde wohl nie puristisch wohnen, aber ab und an tut es gut Klarheit zu schaffen und die Reizüberflutung zu bremsen. So nach und nach "sammelt" sich dann doch wieder das eine oder andere an und findet einen neuen Platz. 
Mein Sohn (der Jüngste) findet es gerade zu undekorativ bei uns, er vermisst die Deko. Heute kam er zu mir und fragte nach meinem Handy...

Ich: "Wozu brauchst du es?" 
Er: "Mama, nichts Schlimmes, ich spiel nicht dran rum, bekommst es gleich wieder." 
Ich in Gedanken:....okay, lass ihn mal machen, aber was macht er da mit dem Ding? 
Im Sprung ertönte noch seine Stimme "Aaaaaber nicht gucken!"
Das lässt mich immer aufhören, aber ich weiß mittlerweile, dass er dann meist ein Foto macht. 

Kurz darauf kam er wieder und zeigte mir, dass er stolz (wie konnte es anders sein) ein Foto geschlossen hatte. Zu sehen war mein zuvor zum Entsorgen bereit gelegter Trockenstrauß schön auf die Kommode neben der Lampe gelegt. Der Strauß war schon recht lavede und Trockensträuße sind immer so ein Staubmagnet, irgendwann müssen sie (für mich!) einfach weg, so nun auch dieser.
Für mein Kind war er noch genau richtig und er wollte mir wohl auf diesem Wege noch mal zeigen, dass es gerade nicht so toll bei uns aussieht. Für einen Jungen in seinem Alter legt er sehr viel Wert auf Deko. Er nennt es immer Schmuck, denn das Wort "Deko" fällt ihm immer nicht ein. Dekorieren ist ja auch irgendwie schmücken.

Ich bin gespannt wie es hier weiter geht....für meinen Kleinen könnte ich jetzt sofort in die Garage rennen um das dort vorüber geparkte Zeugs wieder gleichmäßig zu verteilen. Ich muss das gewisse Mittelmaß finden. Ich weiß auch schon wer mir tatkräftig zur Seite steht, mit guten Ratschläge nicht sparen wird und sicher hier und da noch mal was verändert. Mein "Kleiner"!

Ich wünsche euch einen schönen Tag und bis bald - Stine - 



Vielleicht ist es mit mir gerade wie mit der Natur, sie lässt ihr Blätterkleid fallen....sie braucht es im Winter ja nicht. Ich entledige mich überflüssiger Dinge um dann wieder durchzustarten. 


Mit einem Zitat von  Goethe kann man es doch ganz gut auf den Punkt bringen:

"Man muss sich immerfort verändern, erneuen, verjüngen, um nicht zu verstocken."