Sonntag, 19. April 2015

wenn ein Lichtlein brennt....




....Hoppla, feiern wir Advent? Habt ihr was verpennt? Aber nein, ihr seid immer noch mitten im Frühling! Wem gilt dann diese Kerze? Wer wird denn nun 1 Jahr?
Mein Blog!
Genau ein Jahr ist es her und ich war ganz hibbelig als mir mein Mann endlich seine Hilfe angeboten hat (ich war aber auch quengelig wie ein kleines Kind) und ich dieses Projekt starten konnte. Ganz allein wäre ich wohl nicht damit klar gekommen und ohne seine Zustimmung wäre dieser Blog wohl auch nie entstanden. Immerhin betrifft es auch sein Heim und Garten.
Mit nur einem Foto habe ich begonnen, es war mehr ein Test, als ein wirklicher Beitrag. Übrigens war da gerade Ostern, wir sind dieses Jahr schon durch damit. Mittlerweile sind es ganz viele und doch sehr unterschiedliche Beiträge geworden.
Natürlich habe ich meinen Blog, weil ich Freude daran habe und er mir zeigt, wie gut es mir eigentlich geht. Ich muss nur jedem Tag was positives abgewinnen. Was tatsächlich möglich ist. Wenn es mal nicht so funktioniert, kann ich bewusst zurück blicken.
Außerdem möchte ich gern mit dem einen oder anderen Beitrag genau DIR eine kleine Freude machen. Besonders den Menschen, denen es nicht möglich ist die Natur so zu erleben wie ich, die evtl. krank sind und nicht so einfach durch die Wiesen und Felder spazieren können. Manchmal ist schon ein Bordstein eine Herausforderung!
Natürlich gibt es auch Deko, denn das ist meine Leidenschaft. Im Winter gibt es da mehr  davon zu sehen. Jedoch kann künstlch erzeugte Deko nicht mit der natürlichen Deko der Natur im Frühling/Sommer/Herbst mithalten, unterstützen aber schon. Deshalb gibt es jetzt auch ganz oft die Natur mit mir zu erleben.
Vielleicht ist mal ein Beitrag auch eine Starthilfe in den Tag, denn meist entstehen meine Beiträge in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden, meine Fotos aber am Tage.
Wie ich trotz Familie, Beruf und Haushalt usw. diesen Blog mit Beiträgen fülle? Ich bin immer zu Fuß unterwegs, wohne umgeben von viel Grün (mitten in der Stadt und doch ein bisschen wie auf dem Land) und meine Kamera meist mit dabei, da entstehen soooo viele Fotos. 
Sozusagen fast nebenbei, abgesehen von den Makros. Das Auswerten und Bearbeiten mache ich am Abend, wenn alles soweit erledigt ist, oder auch einfach mal liegen bleiben muss. Da ich kein großer Fernsehgucker bin, sitze ich lieber am PC als vorm TV. 
Außerdem mache ich mir viele Gedanken über die unterschiedlichsten Dinge und diese müssen ab und an auch mal raus.
Meinen Blog sehe ich ähnlich wie ein Kind....er wurde geboren und wächst heran, muss laufen lernen. Ich mache meine Erfahrungen und bin froh, dass ich euch fragen kann, wenn ich mal nicht weiter weiß. Das ist wirklich toll. Mein Blog steckt gewissermaßen immer noch in den Kinderschuhen, aber das ist ja auch klar, nach erst einem Jahr.
Somit möchte ich mich heute bei all meinen Lesern für die Treue bedanken, egal ob ihr nun eingetragene oder stille Leser seid....ihr seid mir alle wichtig!
 ***

Nun genug der Worte.....Fotos von hier und dort habe ich heute für euch. Die Schönheit der Natur ist im Augenblick kaum in Worte zu fassen. Deshalb lasse ich Bilder sprechen.


































Diesen kleinen Kranz mit Blümchen vom Wegesrand hat mir letztens Wochenende meine große Tochter gebunden. Ich habe mich soooo darüber gefreut als sie mit ihm stolz nach Hause kam.


























Bei diesem tollen Wetterchen bin ich natürlich im (Vor)Garten anzutreffen. Das Beet wächst so langsam wieder zu. "Finden" könnt ihr mich zwischen Bergenie, Rittersporn, tränendem Herz, Fetthenne, Schaumblüte, Zierlauch, Storchschnabel, Frauenmantel.........usw. Bald wird alles zugewachsen sein. Genau wie ich es mag. 
Die Farben weiß und lila bestimmen das Farbbild dann dort. Mein tränendes Herz habe ich in weißer Farbe gekauft, aber es kommt in rosa wieder....also ist ein Hauch rosa auch noch mit dabei.










































































Wir hatten mal besondere Haustiere....Mäuse. Meine Tochter wollte welche oder auch gern eine Ratte. Wir hatten uns für die kleine Variante entschieden....(ich hätte auch nichts gegen Ratten gehabt!) Ganz viele schreien jetzt bestimmt iiiiiiiiiiiiiiii. 
Da auch ein Mauseleben mal vorbei ist, hatten wir noch Utensilien,  z. Bsp. ihre Haus- und Kletterlandschaft. Diese haben wir nicht entsorgt, sondern in den Garten gestellt....vielleicht turnen dort ja heimlich auch ein paar Mäuse wenn wir nicht da sind. Wer weiß es schon.
























So fügt sich das Holzhäuschen ganz prima in die Gartenlandschaft ein und die Blümchen wachsen schon durch die Treppen. Eine Schnecke hat dort wohl auch ihren Nebenwohnsitz ;-) Ich mag es so wie es ist und überlasse es Wind, Regen, Schnee und Sonne.



























Von einem Spaziergang am Wochenende habe ich noch dieses Foto für euch. Leider ist diese blau/lila Blütenpracht nun auch schon am Verblühen, aber macht auch Platz für Neues. Standen gerade noch Schneeglöckchen überall, haben Veilchen sie abgelöst und so geht es immer weiter......es gibt so viel zu entdecken. Tatsächlich sind meine Augen durch den Blog viel offener für die Schönheiten der Natur geworden. Ich gehe mit wacherem Blick durch die Welt. 


Fotobearbeitung liebe ich und deshalb ist mein letztes Foto eben nicht original, sondern ein wenig farbtechnisch bearbeitet. 

Dann hoffe ich, dass ihr mich auch in meinem nun zweiten Bloggerjahr weiter begleitet. Ich würde mich sehr freuen. Ihr seid herzlich eingeladen!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. - Stine -

Donnerstag, 16. April 2015

Magnolie

Magnolien stehen in voller Blüte und ich kann mich nicht satt sehen. So habe ich diese Schönheit versucht auf Foto festzuhalten
....ein Beitrag mal ohne viel Worte. Ist doch auch mal schön ;-)




Bei diesem Anblick sind mir folgende Zeilen in den Sinn gekommen.


Wenn zurzeit Magnolien blühen,
und reine Schönheit sie versprühen,
in rosé und weiß getaucht,
springt mein Herze in mir auf.
Bewachen möcht ich Tag und Nacht,
diese tolle Blütenpracht.
Versucht ein Zweiglein dir zu brechen,
würde diese Tat sich rächen.
Hätt keine Freud an deinem Ast,
nein, es wäre mir eine Last.
Bleib lieber weiter draußen stehen,
so kann dich jeder blühen sehn.
So bleibst du einzigartig, 
Wahnsinn pur,
bist du der Zauber der Natur.






















































Seid herzlich gegrüßt von mir - Stine -

Dienstag, 14. April 2015

Kinderliteratur "Buch des Montats April"

"Marie und die Dinge des Lebens"

So heißt das heutige Buch und es ist kein Buch für Erwachsene, sondern ein Kinderbuch, zumindest vom Erscheinungsbild. Diesen Beitrag schicke ich nun zu Nicole und ihrem "Buch des Monats"


Autor: Tine Mortier
Illustration: Kaatje Vermeire

Inhalt:
Marie und ihre Großmutter sind ein Dreamteam. Beide haben eine wundervolle, aufregende und stürmische Zeit. Marie ist ein Wirbelwind und ihre Großmutter nicht weniger. Beide lieben Kekse.
Eines Tages soll die so lebensfrohe Großmutter gestolpert und in einen tiefen und langen Schlaf gefallen sein. Marie kann es nicht glauben. Doch ist es so. Als die Großmutter aus ihrem Schlaf erwacht ist auf einmal alles anders. Die so quirlige Großmutter ist sehr still und sehr ruhig geworden und sie hat keine Worte mehr. Marie ist wütend über den regungslosen Zustand der Oma. Sie trat gegen das Bett. Nichts änderte sich, außer dass das Bett wackelte..... So malte sie voller Eifer Bilder für die kahlen Krankenhauswände, sehr zum Ärgernis der Krankenschwestern.
Maries Geduld und Unbeirrtheit bewirken, dass die Oma eines Tages doch wieder Worte findet, die leider niemand außer Marie versteht. "Hört ihr denn niemand zu?" heißt es im Text. 
Ein Unglück reicht noch nicht und der Großvater stirbt. Omas Wunsch: ihren Mann ein letztes Mal sehen und seine Haare streicheln....die Krankenschwestern sagten, dass es nicht ginge. Wieder war Marie außer sich! Und es ging doch, aber lest es selbt oder mit euren Kindern, Enkeln oder Urenkeln.





Meine Meinung:
Dieses Kinderbuch spricht Dinge aus, wo uns die Worte fehlen und überhaupt erst der Anfang zu diesen Themen, weil man doch seine Kinder nur mit schönen Sachen umgeben möchte. 
Gerade das ist es aber: 
Das Leben ist nicht immer nur schön und Tod und Krankheit gehören dazu. 
Dieses Buch ist mit Sicherheit ein kleiner Helfer.
Ganz hin und weg bin ich auch von den Illustrationen. Keine grellen Farben, Ton in Ton und manchmal auch etwas düster....bildlich total auf den Text abgestimmt.

Als ich dieses Buch im Laden stehen sah, war es noch mit einer Klarsichtfolie verpackt und ich konnte nicht reinlesen. Dies mache ich nämlich immer um sicher zu gehen, dass das Cover nicht täuscht. Dieses Mal war es aber Liebe auf den ersten Blick denn das Cover sprach mich an, der Leineneinband und der Titel natürlich auch. Ich habe es auf der Stelle weg gekauft. Ein Leineneinband bei einem Kinderbuch, das ist echt ganz toll und auch selten. Ich wurde nicht enttäuscht. Vielleicht nicht ganz einfach für kleine Kinder....aber es gab uns beiden die Möglichkeit zu reden. Das haben wir getan. Ein kurzes, aber ernstes Gespräch, was mir Gewissheit gegeben hat, dass es mein 6-jähriger verstanden hat. 
Eigentlich ist es doch ein Buch für alle Generationen, verbindet der Inhalt doch diese.  

Vergissmeinnicht passen doch perfekt

Meine ganz persönlichen Gedanken zur Kinderliteratur:
Meine beiden Großen sind der Kinderbuchzeit ja schon eine Weile entwachsen. Der Jüngste hat somit unendlich viele Bücher in seinem Regal stehen (gar kein Platz mehr für neue, sie liegen jetzt schon quer oben auf). Eigentlich bräuchte ich keine mehr kaufen. 
Bin ich doch aber ein absoluter Kinderbuchfan und so zieht hin und wieder ein neues Buch bei uns ein....mein Jüngster gibt mir ein gutes Alibi - grins - ihr versteht schon. Ich bin mir ganz sicher, wenn die Kinderbuchzeit auch bei ihm vorbei ist, werde ich auch weiter Kinderbücher kaufen.
Ich achte bei Kinderliteratur sehr auf den Inhalt und nicht minder auf die Illustrationen. Beides muss stimmen und dann war und ist es perfekt für meine Kinder, so sehe ich das.

Mir ist es wichtig, die Liebe zu Büchern auch meinen Kindern mitzugeben. Unverständnis macht sich zuweilen in mir breit, wenn ich sehe, was so angeboten und dann auch noch gekauft wird....gut Geschmäcker sind verschieden und wichtig ist ja, dass man seinen Kindern überhaupt vorliest. Ich, für mich, habe aber den Anspruch, dass es auch einen ansprechenden Text haben soll. Das macht es nicht immer einfach das richtige Buch zu finden, mir geht es da mit Büchern, die ich für mich selbst suche, genau so. Bücher sollen doch nicht nachdem ich sie zu Ende gelesen habe, sofort im Regal verschwinden....nein, ein Gespräch danach ist fantastisch. Für mich sind Bücher sehr oft der Schlüssel zur Sprache....kommt man doch durch sie in Gespräche, die sonst eventuell nicht stattfinden würden. Übrigens geht mir das mit Filmen ebenso, gern oder fast schon ausschließlich schaue ich alternative Filme, leise Filme, Filme in denen Gedanken fliegen lernen und man sich einen ganzen Abend noch darüber austauschen kann. 






Vielleicht hat euch mein Buchtipp gefallen. Nun schaue ich auf eure Buchfavoriten.


Bis bald - Stine -

Montag, 13. April 2015

Makro-Montag 14/2015

Montag ist Makrotag. 
Heute habe ich die Kuhschelle für euch genauer unter die Lupe genommen.

In der Sonne öffnet sie ihre Blüte und zeigt ihre beeindruckende Innenansicht.


























Die Rückansicht kann sich natürlich auch blicken lassen.


























Besonders schön ist die noch geschlossene Blüte, ganz weich ist sie. Sicher wird auch sie bald ihre Blüte öffnen.



























Ab damit zu:

Makro-Montag

Macro Monday 2

I Heart Macro

Einen guten Wochenstart für euch - Stine -

Freitag, 10. April 2015

mein Tag, ein Fundstück, Blümchen und Sonnenschein


Es ist gegen 2 und meine innere Uhr weckt mich das erste Mal…nein, ich stehe noch nicht auf…schlafe wieder oberflächlich ein und werde kurz vor 4 wieder munter…ein gewisser Drang lässt mich aufstehen und dann denke ich auch schon…gleich klingelt der Wecker meines Mannes…er hat Frühschicht und muss raus, richtig einschlafen kannst du sowieso nicht mehr. Ich lege mich noch mal aufs Ohr, wälze mich aber unruhig hin und her und komme bis halb 5 wo mein Mann los muss nicht mehr in den Schlaf. Ich stehe also auf und beginne meinen Tag.
Fenster auf und frische Luft rein. Kater Molly springt in den noch dunklen Morgen und freut sich über die Freiheit. Ich schlendere über die Terrasse und atme die Morgenluft ein. Herrlich.
Dann werden Schnitten für die Arbeit und für die Kita gemacht. Käsebrötchen hat sich mein Zwerg gewünscht…also gibt es Käsebrötchen mit Frischkäse. Ich schnappe meinen Joghurt und schmiere mein Brot mit Aubergine Streichcreme, da ich höre es trappeln, ist es die Katze? Nein, der war ja noch draußen und ist noch nicht wieder zurück. Es ist erst zehn nach 5, mein Kleiner kommt die Treppen runter, wünscht mir Guten Morgen und setzt sich schlaftrunken auf die Couch. Ich gebe ihm einen Apfel und er beißt genüsslich rein. Damit es früh schneller geht, haben wir uns bereits abends für ein Kindergartenoutfit entschieden. Ich entscheide mich schneller – es geht auch ganz einfach, denn ich trage immer Schwarz.
Als wir dann bereit sind für den Weg zur Kita, möchte mein Zwerg heute seinen Plüschhasen Eiko mitnehmen. Er holt ihn noch schnell aus seinem Bett, legt ihn in ein Körbchen und schon geht es mit dem Rad los.
Heute hat er schon viel zu erzählen… 
"die Straßenbahn wird nicht mit Tank, sondern Strom angetrieben."
Ich sage ihm, dass sein Fahrrad auch nicht mit einem Tank und Strom angetrieben wird, sondern mit Muskelkraft. 
Natürlich ergänzt er noch was: 
"Jaaaa und meine Kraft geht in das Hinterrad und treibt das Vorderrad an und so setze ich mich in Bewegung". 
Als der Weg bergauf geht, schnauft er, steigt ab und schiebt sein Rad.  
„Mama, heut ist Freitag?!“
Ich: „Ja.“
Er: „Dann ist ja endlich WE, wie lange habe ich frei?“
Ich: „Zwei Tage.“
Er: „Menne, das ist weniger als ich immer in den Kindergarten muss, warum.“
Ich habe keine geniale Antwort und sage nur, weil das so ist. Finde ich es doch auch blöd, dass das Wochenende nur zwei Tage hat und die Woche 5. Er kommt wieder in Fahrt und radelt fröhlich weiter. Endlich sind wir in der Nähe des Kindergartens, nur noch an den Neubaublöcken vorbei…….
Scheinbar haben sich wieder Leute ihrer nicht mehr geliebten Dinge entledigt und sie vor die Haustür gestellt. Irgendwie ärgert es mich, sieht es doch immer müllig aus und nicht alles wird von "Landstreichern" mitgenommen. 
Dann aber laufe ich an was vorbei und in Sekundenschnelle gehen mir Gedanken durch den Kopf.... Eine Laterne?.... Mitnehmen oder stehen lassen.... 

noch nicht gesäubert, so wie ich sie heut aufgesammelt habe

Mitnehmen bedeutet, dass ich sie durch die Gegend bis auf Arbeit tragen muss. Sieht vielleicht doof aus? Him….zwei Schritte zurück, das Ding beherzt gepackt und vor sich hin gesagt: 
„Wie süß.“ 
Eine junge Frau kommt aus dem Nachbareingang und lächelt mich an, sie hat mich wohl mit mir selbst reden gehört. Ich lächle zurück und bin glücklich mit meinem Fund. Mein Zwerg ist längst am Kindergarten angekommen, als er mich mit der Laterne in der Hand sieht sagt er: „Mama, die ist toll.“ Wir gehen zusammen hoch und während er seine Sachen wechselt, räume ich meinen Rucksack um, so dass meine Beute besser zu tragen ist. Glücklich begebe ich mich nach einem kurzen Abschied und einem netten Gespräch mit der Erzieherin auf den Weg zur Arbeit. Im Rucksack klappern die Glasscheiben bei jedem Schritt mit, wie im Takt einer Uhr. Ich bin glücklich.
Auf Arbeit schreit mich der Computer an, dass mein Passwort in zwei Tagen abläuft, da mir kein neues einfällt, melde ich mich mit meinem alten Passwort an und werde dann Montag ein neues vergeben müssen. Der Arbeitstag geht freitags nur bis um 12. Ich will endlich einen Fall zum Abschluss bringen. Die Zeit geht gut vorbei, ab und an schweifen meine Gedanken in Richtung Rucksack und dessen Inhalt.
Die Rathausuhr schlägt 12, jetzt ist WE. Mein Laternchen trage ich heim und gehe meinen Kleinen abholen. Sein erster Satz als ich ihn abgeholt habe, war die Laterne. „Ist sie ganz geblieben?, Mama, ich weiß schon wo sie hin kann und wir könnten Blümchen kaufen in der Gärtnerei“ so sprudelt es nur aus seinem Mund und ich freue mich, dass er so lebenslustig ist.
Wir haben keine Blümchen gekauft, sondern er hat einen kleinen Blumenstrauß unterwegs gepflückt. 

 
Eine Blumenvase in dieser Größe kaum zu finden, da fällt mir ein, dass ich doch so ein Miniding mal auf dem Tippelmarkt gekauft habe. Genau für solch Miniblümchen war es gedacht. Über den Winter ist es in Vergessenheit geraten, nun hat es seinen kleinen Inhalt. Keine 10 Zentimeter hoch ist das Ganze, inklusive Blümchen. 
Weil heute Freitag ist, schicke ich diesen Miniblumenstrauß an Helga. Ich hoffe es geht als Freitagsblümchen durch.
Klein, aber fein.

Den ganzen Nachmittag konnten wir bei herrlichem Sonnenschein in der Natur erleben und was uns da vor die Linse kam, gibt es jetzt. Ihr seid erlöst, es folgen fast nur noch Fotos.




Wilder Rankwein ist das, im Augenblick erinnert er wohl eher an Krallen eines Drachen. 


























Von der Ferne schon schön...










....ganz nah ein Traum.



























Dieses Gelb leuchtet schon aus von Weitem, an vielen Orten.


Veilchen lassen sich zuweilen suchen...unter Büschen und Hecken.

























































Ich hoffe, dass ihr ebenso einen schönen Tag hattet. 

Wir genießen noch das schöne Wetter und so bin ich dann mal wieder im Garten. 

Stine

Donnerstag, 9. April 2015

vom Abnabeln....



........wird ein Kind geboren, so nabelt es sich in dem Augenblick, in dem Schnitt durch die Nabelschnur vollzogen ist, von einem ab. Es ist für sich allein "verantwortlich, wenn auch auf unsere Hilfe angewiesen. Macht es sich anfänglich durch Schreien oder Lachen und dergleichen auf sich aufmerksam, wird es zunehmend sicherer im Ungang mit seinen Äußerungen, so dass die Eltern wissen können, was das Kleine gerade will. Vorausgesetzt natürlich, dass man es verstehen möchte. 
Meine Kinder sind 16, 14 und 6. 
Meine Große wird bald ihren eigenen Weg gehen und sich für eine berufliche oder auch schulische Zukunft entscheiden bzw. es wird entschieden, je nachdem wer eine Zusage erteilt und als nächstes seine Arme öffnet. Ein Lehrausbilder/in oder weitere Lehrer, in unserer Nähe oder auch entfernt. 
Mein Mittlerer steht mitten im Schulalltag und muss sich langsam klar werden, welchen Beruf er ergreifen möchte. Weiter zur Schule ........ nie und nimmer! Das steht fest.
Der Jüngste wird diesen Sommer in die Schule gehen, ein weiterer Schritt zur Selbständigkeit.
Die Gedanken zu diesem Beitrag kamen mir, als mein Kleiner im Kindergarten vom Osterhasen ein Springseil geschenkt bekommen hatte. 

Meine beiden Großen hatten immer Springseile, wurden aber irgendwann entsorgt, weil entweder nicht mehr gehüpft wurde oder das Seil eben verschlissen war. Nun beginnt mein Kleiner seine Sprungübungen und wir/er haben festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist. Es hat auch schon einige Kratzer abbekommen. Mir speziell hat es Anlass gegeben, darüber nachzudenken, was ein Kind so alles lernt, bis es in die Schule geht. Der reine Wahnsinn. 
Sprechen, Laufen, allein Essen, Anziehen, feinmotorische Fähigkeiten, Schleifen binden, Misserfolge verkraften (ich sage nur "Mensch ärgere dich nicht)..........und jetzt eben mit dem Springseil zu springen. All das hat er geschafft, weil wir ihm geholfen und ermutigt haben, ihm Wege zur Lösung bereitgehalten haben, er aber allein zum Ziel gelangen musste. Lob ist dabei das beste, was man verteilen kann. Ich bin froh, dass ich gesunde Kinder habe, die Ihren Weg gehen werden. 

 
(Steckübungen, Straßenmalkreide - eine tolle Sache, Gänseblümchen pflücken, im Tierpark Küken beobachten, einer Ziege in die Augen sehen, mit vielen Magnetteilen ein Gesamtbild legen)

 ("so viele Stifte passen in eine kleine Hand"; "das ist MEIN Fuß")


"Zwei Dinge sollen Kinder
von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel."
Johann Wolfgang von Goethe

Ein passenderes Zitat gibt es wohl kaum. 


Dieses Collage habe ich zwar schon mal gezeigt, passt aber auch zu dem heutigen Beitrag.


(wenn man dann 5 ist, kann man auch schon Blumenzwiebeln stecken und jetzt im Frühjahr die ersten Blätter und Knospen sehen)


Immer wieder stelle ich fest, dass wir Erwachsenen viel zu selten gelobt werden. Oder ist dem nicht so? Würde es uns nicht oft gut tun und uns genauso beflügeln wie es Kinder beflügelt? Sicher gibt es Arbeitgeber, die loben, sicher gibt es Ehemänner, die ihre Frauen für ihre Deko (grins) Bestätigung geben (meiner nicht wirklich, aber ich weiß, dass es ihm gefällt, wenn es heimelig ist). Trotzdem hören wir viel zu selten: "das hast du aber gut gemacht." - oder so ähnlich, denn auch wir lernen jeden Tag immer noch dazu, nicht mehr so auffallend wie Kinder und nicht mehr so beeindruckende Dinge lassen auf uns aufmerksam werden, aber wir tun es. Wir lernen doch nie aus.
Meine Mama hat sich vor zwei Wochen ihren rechten (gerade deeeen) Arm gebrochen und ist daher recht eingeschränkt in ihrem täglichen motorischen Handeln. Sie benötigt einfach Hilfe. Als ich bei ihre war, habe ich einen Einkaufszettel liegen sehen - mit links geschrieben! Diese Schrift erinnert an erste Schriftübungen als Vorschulkind und Schulanfänger. Sie muss gerade lernen mit links zu schreiben um eben was wichtiges nicht zu vergessen. Gelobt habe ich sie nicht :-( 
Klar, für den ersten Augenblick ist dieses Gekrakel auch nicht lobenswert, aber sie macht gerade neue Erkenntnisse, die sie vorher nicht machen musste. Sie hätte es auch lassen können, hätte zum Hörer greifen und ihre Einkaufswünsche durchgeben können......für die Zeit bis der Arm wieder völlig okay ist, müssen wir unseren Alltag ein wenig umstrukturieren. Das wird gehen, denn war und ist meine Mutter auch immer für uns da.
Ich habe mir vorgenommen, dass ich mehr loben werde, nicht nur meine Kinder, sondern auch Erwachsene. Ganz bewusst! Natürlich sagt man Danke, wenn ein anderer mit seinen Fähigkeiten etwas hergestellt hat, was man selbt nicht kann (noch nicht erlernt hat) und meint damit auch gleichzeitig ein Lob auszusprechen? Doch bin ich mir da nicht so sicher. Ich werde meinen Satz fortan erweitern: "Danke, das hast du toll gemacht" oder "Danke, das Essen schmeckt richtig lecker".

In unserer Stube hängt ein großer Fensterrahmen und dort hinein habe ich diesen Spruch gehangen. Er ist das, was unsere Familie ausmacht.



Da ich ja mehr loben will, überlege ich gerade wie ich das Osterwetter loben soll.....Aprilwetter wie es im Buche steht. Vielleicht brauchte die Natur das kühle Nass von oben?












Gestern hat sich die Sonne mal ein wenig raus getraut und schaut, wen ich da entdeckt habe - im Feuerkorb! 




Habt eine schöne restliche Woche und bis bald - Stine -