Was bin ich froh, dass dieser Tag fast vorbei ist.
Worte kamen mir heute schwerlich
über die Lippen, immer wieder fehlten mir im wahrsten Sinne des Wortes: DIE WORTE! bzw. wollten einfach nicht laut gesprochen werden, kamen nicht auf Papier oder überhaupt sinnvoll rüber.
Hilfe, ich werde alt, Hilfe,
ich werde vergesslich. Sind diese „Ausfälle“ normal?
Diese Gedanken schossen mir in den Sinn.
Meine
Antwort auf die heutigen Schwierigkeiten:
zuuuu viele Dinge gleichzeitig
wollten in meinem Kopf verarbeitet und geordnet werden! Ich habe mir für den heutigen Tag einfach zu viel
vorgenommen bzw. ich wollte viel erledigen, fertig bekommen, abgehakt
haben. Dazu kamen Endlosschleifen an Gedanken für die es momentan noch keine endgültige Lösung gibt, sondern meine Geduld (denken hilft bei Geduld aufbringen nicht wirklich) wird auf die Probe gestellt.
Jedoch SO funktioniert es nicht….
....zumindest nicht heute, denn heute bin ich fahrig, zerstreut, konfus, ein wenig unaufmerksam, hektisch,
eben einfach durch den Wind. Solche Tage mag ich gar nicht. Ich weiß
nicht damit umzugehen. Meine Kopflosigkeit wird auch noch vom Wetter
unterstützt…der graue Himmel und absolut kein Sonnenschein wollen mein Oberstübchen nicht munter werden lassen. Sollte ich mich diesem Zustand
widerstandslos hingeben? Nein, dann sitze ich noch am Abend da und heule
und weiß noch nicht mal warum.
Fazit: Gedanken ordnen und zwischen Wichtigem und Unwichtigem trennen. Endlosschleifen vermeiden.... Bewusst die Stopptaste drücken, sonst laufen die Programme weiter im Hintergrund! Ich muss mich ein wenig bestärken und mir den Tag auf meine Weise verschönen.
Das habe ich dann auch getan:
Nach der Arbeit habe ich mir eine kleine Pause gegönnt und bin eine Runde durch die Wiesen in der Nähe des Kindergarten meines Sohnes geschlendert. Ich hatte noch ein wenig Zeit ihn abzuholen....noch war Mittagsschlaf angesagt.
Auf einer Streuobstwiese standen Leitern an den Bäumen, drumherum auf der Wiese lagen abgeschnittene Äste, aber kein Mensch zu sehen....Mittagspause? Traurig lagen die abgetrennten Äste in voller Blüte da mitten im Gras. Warum werden jetzt die blühenden Zweige geschnitten? Beherzt habe ich mir ein paar Zweiglein abgezwackt und nun stehen sie in meiner Küche und machen mich fröhlich.
Ich bin mir nicht sicher was für Früchte dieser Baum einmal tragen wird.
Während ich dafür eine Lösung suche und versuche Schulwissen hervorzukramen, (übrigens ohne Erfolg) legte ich fest, dass es wohl Apfelbäume sein werden.
Auf einmal kam mir die Idee heute einfach mal zu backen. Apfelkuchen! Naheliegend, wenn ich an Äpfel denke. Alles Nötige war vorhanden, ich musste noch nicht mal einkaufen und schon ging es dann los. Ein simples Rezept, ohne viel Mühe umzusetzen. Das Ergebnis köstlich. Sogar dem jüngsten Familienmitglied hat er geschmeckt - er ist nämlich kein Kuchenfreund, müsst ihr wissen.
Nun ja, er ist flach wie eine Pizza geworden....das Blech zu groß für die Menge an Teig und Füllung, das nächste Mal nehme ich die doppelte Menge, dann passt das besser, oder eben eine kleine Springform und kein ganzes Backblech. Lecker war (!) er trotzdem, besonders als er noch warm war.
Das Kerngehäuse habe ich mit einer kleinen Sternchenbackform von Weihnachten ausgestanzt, so macht es optisch gleich was her. Ich könnte mir vorstellen, wenn en wenig Zimt dazu käme, dann wäre er mit seinen Sternchen ein idealer Kandidat für die Weihnachtszeit.
Während der Kuchen im Ofen backt und seinen Duft gleichmäßig durchs Haus verteilt, habe ich Zeit und habe mit meinen Augen einen Rundgang durch den Garten gemacht.
Was habe ich entdeckt??? Klar, viele blühende Blümchen, aber eine kleine Blüte war dann doch was besonderes.
Die Blüten der Walderdbeere.....
.....ich werde also dieses Jahr wohl diese kleinen, leckeren Dingerchen ernten können, vielleicht reichen sie für einen kleinen Kuchen...aber ich denke, sie werden wohl gleich in den Mund wandern.
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| Ein Foto aus dem letzten Jahr, da habe ich sie bei einem Spaziergang entdeckt |
Enteckt habe ich noch ein ganz zauberhaftes Pflänzchen, dies allerdings schon gestern:
Der Name: Schaumblüte, ich mag sie sehr in meinem Garten, ganz zart und fein, mit ihren vielen kleinen Blüten ist sie ein echter Hingucker.
Auch sehr beeindruckend finde ich im Augenblick den Farn. Wie eine Schnecke sieht er eingerollt aus, aber bald wird er sich aufrollen und große Wedel tragen.
Meine Worte habe ich wieder gefunden, bin totzdem müde und werde heute wohl einfach zeitig schlafen gehen.....hilft sicher.
Bis bald - Stine -