Mittwoch, 26. Juli 2017

Gedanken











12 Fragen
1 Ist es nicht seltsam,
... dass wir vom Glück glauben
wir hätten es verdient,
aber vom Unglück denken,
es wäre nicht gerecht?

2 Ist es nicht seltsam,
... dass Erfahrungen, die wir vergessen wollen,
uns am längsten in Erinnerung bleiben,
aber Momente, die wir festhalten möchten,
so schnell an Deutlichkeit verlieren?

3 Ist es nicht seltsam,
... dass wir darauf bestehen,
für eine Sache kämpfen zu dürfen,
es aber als lästig empfinden,
um etwas kämpfen zu müssen?

4 Ist es nicht seltsam,
... dass wir in guten Zeiten
so voller Optimismus sind,
in schlechten Zeiten uns aber
jegliche Zuversicht fehlt?

5 Ist es nicht seltsam,
... dass das Gegenteil von Liebe
die Gleichgültigkeit ist,
das Gegenteil der Gleichgültigkeit
aber auch der Haß sein kann?

6 Ist es nicht seltsam,
... dass wir ein Leben lang
das Glück in der Liebe suchen,
anstatt das Leben zu lieben
und darin unser Glück zu finden?

7 Ist es nicht seltsam,
... dass Freudentränen genauso schmecken
wie die aus Schmerz und Kummer,
sie unserem Leben aber einen völlig
anderen Geschmack verleihen?

8 Ist es nicht seltsam,
... dass wir es genießen,
wenn wir alleine sein können,
aber daran verzweifeln,
wenn wir alleine sein müssen

9 Ist es nicht seltsam,
... dass wir von angenehmen Dingen
nie genug bekommen können,
aber beim Unangenehmen
sofort die Grenze erreicht ist?

10 Ist es nicht seltsam,
... dass ALLES gegeben zu haben
immer noch zuwenig sein kann,
und NICHTS zu bekommen
einem irgendwann zuviel wird?

11 Ist es nicht seltsam,
... dass wir viele Dinge erst richtig sehen,
wenn wir unsere Augen verschließen,
und manchmal ein dunkler Schatten
etwas erst ins rechte Licht rückt?

12 Ist es nicht seltsam,
... dass man etwas finden kann
ohne danach gesucht zu haben,
und dass all diese Fragen
eigentlich auch Antworten sind?

Gerhard Feil 




Es ist still geworden auf meinem Blog.....

Ich habe ein Gedicht herausgesucht, was meinen momentanen "Zustand" ganz gut beschreibt. Ich habe Fragen, mehr als diese 12. Fragen auf die ich aber keine Antworten bekomme.
Hatte ich doch auf ein besseres Jahr 2017 gehofft, weil für mein Empfinden das Jahr 2016 schon einiges von mir abverlangt hat.
Tatsächlich begann es ganz gut und Hoffnung machte sich breit. Endlich! Jetzt weiß ich, eine Schippe mehr geht immer und ich hadere mit dem, was mir das Leben vor die Füße wirft und ich hinnehmen muss, was passiert.

"nur starke Menschen bekommen einen schweren Weg.", heißt es in einem Zitat. Ich bin nicht soooo stark!!! Ich frage mich, warum muss gerade ich/unsere Familie eine schreckliche Erfahrungen machen, die für mich/für uns wirklich zu schwer ist.

Tatsächlich frage ich mich auch, ob ich hier weiter machen kann. Vielleicht verändert sich auch mein Blog, denn ich habe mich verändert. Ich weiß es nicht genau, denn ich möchte positiv sein und Positives geben. Das Fotografieren hat mir zwar Spaß gemacht, aber meine Worte fehlen mir.

Passt auf euch auf und vielleicht bis bald. - Stine -

Kommentare:

  1. Liebe Stine,

    ich habe kurz bei blogger vorbei gesehen und da fiel mir Dein Post mit den Fragen auf. So bleibe ich für einen Kommentar, nicht um Fragen zu stellen oder welche zu beantworten, sondern einfach mit Dir zu teilen, was gerade meine Gedanken sind.

    Es gibt auf viele Fragen keine Antworten, weil die Ursachen für Geschehnisse im Verborgenen liegen, möglicherweise weit weit zurück. Ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit einer sehr weisen Schamanin, wo es um Familienschicksale ging und sie mir erklärte, dass in einer Ahnenlinie so viel schreckliche Dinge, erzeugt durch Bosheit, Hass, was auch immer, passieren und den nachfolgenden Generationen das Leben all das vor die Füsse wirft - wie Du es treffend ausdrückst - um es zu erkennen, anzusehen und aufzulösen. Bis es jemand dann schafft und die zukünftige Linie nicht mehr damit zu kämpfen hat.

    Nenne es Karma, oder Ursache/Wirkung oder wie auch immer - es sind die Steine, die die Wellen machen, wenn sie ins Wasser geworfen werden. Wir sehen dann die Wellen, aber nicht mehr den kausalen Zusammenhang.

    Es ist schwer, Schweres anzunehmen und es dauert lange, bis es heilen kann. Aber das tut es, mit der Zeit, und es kann ein tieferes Verständnis für das Geheimnis Leben schenken, als es anders je möglich wäre.

    Alles ist Veränderung und Entwicklung, wir kommen nicht drum herum, auch wenn es uns so lieb wäre. Und erst im Erkennen, dass Positives ohne Negatives nicht geht - alles ist polar und alles ist Spiegel - ist es möglich, einen Zustand der Widerstandslosigkeit zu erreichen. Es hilft nicht, sich zu wehren, auch wenn es für den Moment erträglicher scheint, es hilft, anzunehmen, denn das ist der Nährboden, auf dem sich das Leben wieder neu formt.

    Verlass Dich einfach auf Dein Gefühl, ob und wie sich Dein Blog verändern wird. Schlussendlich ist er ohnehin nur ein Abbild von Dir, zu jeder Zeit. Und Worte sind ohnehin nur Krücken und können schwer all das ausdrücken, was wir fühlen.

    Ich wünsch Dir Kraft und Segen und dass Du eines Tages gnädig sein kannst mit Deinen schwierigsten Zeiten.

    Alles Liebe
    Veronika

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  2. liebe Stine,
    was auch immer geschehen ist, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass die guten Zeiten schon in den Startlöchern stehen!
    Dieser Post ist sehr beeindruckend!
    alles Gute und liebe Grüße
    Gerti

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  3. Liebe Stine,
    die Gedanken von Gerhard Feil sind so wahr. Alles Fragen, die jeder schon mal im Leben gestellt hat, oder immer wieder stellt. Vor allem, wenn Situationen in unser Leben kommen, die wir nicht einordnen können. Deine Ehrlichkeit erstaunt mich und ich bewundere Deinen Mut. Auf manche Fragen finden wir keine Antworten. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, das Krisenzeiten auch Reifezeiten sind, die uns stärker werden lassen. Das wünsche ich dir, dass du gestärkt durch diese Zeit hindurch kommst.
    Alles Gute und herzliche Grüße Elisabeth

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  4. Meine Güte, liebes Stinelein, was hab ich gerade geschluckt - und dann las ich die Zeilen von Veronika. Unglaublich, was sie da schreibt, denn egal, was es ist, was Dich traf (und vielleicht noch trifft), sie hat es wirklich auf den Punkt gebracht. Manchmal ist es gar kein richtiger Grund, der uns niederwirft - manchmal ist es einer, wie bei mir damals der Tod meines Kindes. Doch da sind wir, und die Kraft ist weg, die alten "Hilfsmittel" und Zusammenreißen und was auch immer, sie funktionieren wenn, dann nur kurz - und es geht nicht mehr. Dann kommt noch etwas und noch etwas, und man scheint sich bald aufzulösen. Und dann denke ich mir, SO sollen wir dann eben tatsächlich nicht mehr weiterwursteln, denn der Nährboden für Neues ist geschaffen. Nicht wehren, wenn sich das Leben NEU formen will. Da sind neue Wege nach all dem Ver-
    und Zerstörenden. Ich habe auf meine Tage auch viel abgekriegt, meine Herren, darauf hätte ich gerne verzichtet. Aber so ist es eben. Da hilft manchmal wirklich nur noch annehmen.
    Sei ganz behütet und trotz allem, lass Neues geschehen und das andere los.
    Eine ganz liebe Umarmung schicke ich Dir, Du Liebe, Deine Méa

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  5. Liebe Stine,
    auch unsere Familie hat in den letzten Jahren viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen, an denen ich an manchen Tagen glaube fast zu zerbrechen. Ich fühle mich dann einsam und habe Angst vor der Zukunft. Hinzu kommt Wut und die Frage warum ich/wir. Und dann gibt es Tage, da bin ich wieder stark, liebe das Leben und es geht mit gut! Das Bloggen hilf mir persönlich sehr viel. Ich habe viele liebe Menschen kennenlernen dürfen, habe viele liebe Worte lesen dürfen! Ich hoffe du findest auch deinen Weg für dich. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich wieder was von dir lese. Ich wünsche dir nur das Beste! Sei herzlich umarmt!
    Karen

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  6. Liebe Stine,

    dein Blog ist sehr schön und lass Dir Zeit. Ich kenne das.. und habe das ganze nicht nur einmal durchgemacht und wenn sich dein Blog verändert, dann ist es eben so. Ich folge Dir weiterhin. Ich drücke Dich. lg, Elke

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  7. Lieb Stine,
    besser als ganz oben Veronika kann man es nicht sagen! Fühl Dich gedrückt.
    Das Leben ist nicht fair. Titel eines Buches von Peter Mayle.
    Liebe Grüße
    Karen

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  8. Liebe Stine, schon im vergangenen Jahr hat man deinen Posts angemerkt, dass die Freude von dir gegangen ist und die Leichtigkeit. - Das Leben wirft uns hin und wieder Dinge vor die Füße, die wir eigentlich nicht gebrauchen können - und doch: Nichts wird geschehen, dass nicht seinen Sinn hätte. - Im Leben unserer Familie heißt es seit zwei Jahren Abschied nehmen - immer wieder von lieben Menschen, die viiiieeeel zu früh und oft nach schwerer Krankheit oder einem plötzlich Unfall gehen mussten (oder durften?). - Damit müssen wir klar kommen - die nächsten Angehörigen natürlich am meisten. - Wir bekommen nicht mehr 'aufgeladen' als wir tragen können, heißt es. - In meinem Umfeld würde ich sagen: Manchmal vielleicht doch! Da kann man nur versuchen, die Last zu verteilen - auf viele Schultern. - Ich wünsche dir viele Schultern, die gemeinsam die Last tragen und Menschen, die dich verstehen und dein Leid und deine Trauer sehen! - Alles Liebe! Martina

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  9. Liebe Stine, ein Blog, wenn er mit dem Herzen geführt ist, wird immer auch ein Teil des Ichs zeigen. Und genau darin liegt auch die Kraft, die man aus seinem eigenen Blog ziehen kann. Man kann auf die unterschiedlichste Art das verarbeiten, was man grad erlebt. Egal, ob es gut oder schlecht ist.
    Egal, was und wie Du z.B. was schreibst - schreib es für Dich und nciht für die Anderen, die es lesen. Dann ist es echt und wird auch immer den Anderen "was geben".
    Und ein Blog wird sich immer verändern mit der Zeit - wir verändern uns doch auch.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Menschen um Dich hast, die Dir Stütze und Halt sind.
    Ich habe gelernt, dass die Frage WARUM ich/ wir nur zermartert. Es gibt darauf keine Antwort. Man sollte seinen "Frieden" mit dieser Frage machen - zumindest bei mir hat es gut funktioniert. Mir fällt es leichter, wenn ich etwas "annehme" und dann damit versuche umzugehen. Klappt mal besser, mal nicht so gut.
    Paß gut auf Dich auf! - Jacqui

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  10. Liebe Stine,

    Ich drück dich ganz doll und wünsche dir und deiner Familie gerade einfach nur Alles Gute, Liebe und ganz viel Kraft und das aus tiefstem Herzen.

    Ich hoffe dass wir bald wieder von dir hören.. Ganz viel Liebe schickt dir Rebecca

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  11. Liebe Stine,
    Deinem Post sieht man Deine Traurigkeit an. Nicht nur den Worten, auch den Bildern. Oder vor allem der Kombination aus beidem. Eine blühende Rose, die verwelkt. Eigentlich wunderschöne Bilder, wie wir es von Dir gewohnt sind, aber in Kombination mit dem Text trifft es einen doch sehr und man fühlt mit Dir.
    Ich wünsche Dir, dass Du - weil es halt sein muss - stärker sein kannst, als Du glaubst. Und dass die Sonne bald wieder für Dich scheint.
    Herzlichst,
    Nadia

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  12. Liebe Stine,
    sehr bewegende Gedanken von dir. Es tut mir leid, dass du eine so schwere Zeit hast. Manches muss man annehmen und durchstehen. Und auch den Schmerz und andere Gefühle leben - sonst wird man krank. In verzweifelter Zeit habe ich mir ein "Tagesmantra" gemacht: 5 gute Dinge am Tag. Das waren und sind ganz kleine, einfache Dinge. Aber es gibt sie, auch wenn sie von Tragödien überschattet sein können. Daran kann man festhalten. An einem tröstlichen Zuspruch, einer Umarmung oder einer schönen Blume, Bild, Gedanken... Weitergehen und nicht hadern. Und wenn du nicht mehr kannst: Hole dir Hilfe für dich!
    Herzlich
    Renee

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  13. Liebe Stine, vieles ist hier schon geschrieben worden und vieles würde ich auch unterschreiben. Fast zwanzig Jahre ist das hier, als ich von der Familienaufstellung hörte, von etwas, was für mich damals ein absoluter Neuland war und mich gleich faszinierte und ganz neue und unerwartete Möglichkeiten brachte, zugleich die Hintergründe der Familienbänder eröffnete und mehr Verständnis für all das Geschehene brachte.
    Zum ersten Mal hörte ich von den Familienstrukturen, davon wie etwas tragisches im Leben eines Familienmitglieds die Nachkommen beeinflusst und davon, dass alle Mitglieder der Familie, auch die Ahnen, mit unsichtbaren Energiebändern verbunden sind.
    Ich hörte davon, dass jedes Mitglied der Familie seinen eigenen Platz hat(auch energetisch) und, wenn dieser Platz ihm genommen wird, beispielsweise aufgrund der Scheidung, wird er durch einen anderen Familienmitglied, ohne dass diesem es bewusst ist, besetzt, oft aus Liebe zu derjenigen, der gegangen ist, oder gehen musste.
    So entstehen innerhalb der Familien unsichtbare Verstrickungen, die kein Ende finden. Diese Energien sind nicht mit dem Kopf oder auch mit dem Herz greifbar. Ich habe damals zwei Familienaufstellungen gemacht und es war unglaublich und faszinierend, zu sehen und mit dem Körper zu spüren, wie die Energien wirken. Mir hatte es sehr geholfen, zumal auch mein Horizont und Verständnis für diese Verstrickungen und Geschehnisse unglaublich erweitert und brachte eine ganz neue Betrachtungsebene mit. Ich spreche hier von den Familienaufstellungen nach B. Hellinger. Man kann auch sagen, dass innerhalb einer Familienaufstellung werden bestenfalls auf der energetischen Ebene, die körperlich sofort spürbar ist, das Unerledigte, Ungeklärte, das Fehlende zum Abschluss gebracht.
    Wie gesagt, ich halte sehr viel davon und das wollte ich dir, liebe Stine, nicht vorenthalten. Ich weiß es nicht, ob das für dich von Interesse wäre, vielleicht ja, vielleicht auch nein.
    Liebe Stine, ich wünsche die Kraft, Klarheit und Engelscheingen, die dich zu deiner Kraft- und Klarheitquelle tragen werden.
    Ich umarme dich, deine Grażyna

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